Diagnostik

Unsere Praxis ist selbstverständlich darauf bedacht, Ihnen die bestmögliche Diagnostik zur Behandlung Ihrer Beschwerden zu ermöglichen. Unter der Rubrik Diagnostik stellen wir Ihnen daher verschiedene Verfahren vor, die wir auf Ihrem Weg der Genesung anbieten möchten.


Plötzlich auftretende starke Bauchschmerzen (Akutes Abdomen)

Starke
Bauchschmerzen

Das akute Abdomen präsentiert sich mit plötzlich einsetzenden stärksten Bauchschmerzen, ggf. mit angespannter Bauchdecke, und mit verschlechtertem Allgemeinzustand bis hin zu einer Schock-Situation. Weitere Symptome können eine Übelkeit mit/ohne Erbrechen, Stuhlgangsveränderungen (Durchfall, Verstopfung) und Rücken-/Flankenschmerzen sein. Ein akutes Abdomen stellt eine lebensbedrohliche Notfallsituation dar und sollte daher umgehend ärztlich abgeklärt werden.

 

 

 

 

Vorstellung beim Hausarzt
Nicht jeder akut auftretende Bauchschmerz muss sofort notärztlich oder stationär im Krankenhaus abgeklärt. In vielen Fällen ist die Vorstellung in einer Hausarztpraxis ausreichend. 
 

 

Appendizitis
Pankreaskarzinom
Aszites
 

 

notwendige Behandlung

Zunächst empfiehlt sich die Erhebung der Krankenvorgeschichte (Anamnese), eine körperliche Untersuchung und bei Vorhandensein eine erste Labordiagnostik (Urinteststreifen, BZ, ggf. weitere Schnelltests). In unserer Praxis können wir entsprechend der Beschwerden zusätzlich eine Ultraschalldiagnostik des Abdomens durchführen. Die Ultraschalldiagnostik dient dem Nachweis oder dem Ausschluß relevanter Ursachen eines akuten Abdomens (u.a. Gallenblasenentzündung, Bauchspeicheldrüsenerkrankung, Darmverschluß, Nachweis von Bauchwasser, z.B. bei Bauchfellentzündung oder Leberzirrhose).

 


[ Text adaptiert nach Dtsch Arztebl Int 2025; 122: 137 – 144. DOI: 10.3238/arztebl.m2025.0019.]

 


 

Bei einer schmerzhaften Beinschwellung, ev. mit Rötung und/oder Überwärmung, sollte man an eine Thrombose denken und diesen Verdacht zeitnah ausschließen.

Bein- und Beckenvenenthrombose

Bei der akuten tiefen Bein- und Beckenvenenthrombose (TBVT) handelt es sich um eine teilweise oder vollständige Verlegung der Venen durch Thromben („Blutgerinnsel“). Diese entstehen als Folge einer Beeinträchtigung des venösen Blutflusses, einer Schädigung der Gefäßinnenschicht oder Veränderungen in der Zusammensetzung des Blutes zugunsten von gerinnungsverstärkenden Faktoren (Virchow-Trias). Unbehandelt zeigen die meisten Thrombosen ein Wachstum mit einer Thromboseausdehnung und ein Komplikationsrisiko, z.B. eine Lungenembolie.

Die Untersuchungen bei Verdacht auf das Vorliegen umfassen klinische Tests, wie Wells-Score zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer TVBT, die Bestimmung des D-Dimers, eines Biomarkers, der bei einer Thrombose auftreten kann, sowie die Ultraschalldiagnostik der betroffenen Extremität.

 

 

 

 

Ultraschalldiagnostik
Die Ultraschalldiagnostik erfolgt als Kompressions- und/oder Duplexsonographie. Dabei weist die Duplex-unterstützte Kompressionssonographie, die in unserer Praxis angeboten wird, die höchste Sicherheit zur Bestätigung oder zum Ausschluß einer akuten tiefen Bein- und Beckenvenenthrombose aus (Sensitivität 94 %, Spezifität 97 %).
 

 

 

 

notwendige Behandlung

Wenn Sie an einer akuten schmerzhaften Beinschwellung leiden, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Hausarztpraxis zur weiteren Behandlung. Bei Verdacht auf eine akute tiefen Bein- und Beckenvenenthrombose kann sich Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt an uns zur Planung der weiteren Diagnostik wenden.

Die Duplexsonographie der Becken- und Beinvenen wird zusätzlich zur Diagnostik der Varikosis („Krampfadern“) und Abklärung von Beinschwellungen anderer Ursachen, z.B. Lymphödem oder Lipödem, eingesetzt.

 


[ Text adaptiert nach AWMF-S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie“, AWMF-Register Nr. 065/002.]